Sport
Hamburger SV gegen Galatasaray Istanbul – nur im sportlichen Sinne
Heute findet die von vielen Sportfans schon lange herbeigesehnte Partie zwischen dem Hamburger Sportverein und Galatasaray Istanbul in der HSH Nordbank Arena statt. Vor allem die türkischstämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Hamburg erfreuen sich in einem Gefühl von Heimatverbundenheit. Doch noch viele Hamburgerinnen und Hamburger stehen dem skeptisch gegenüber.
Donnerstag, 12.03.2009, 7:12 Uhr|zuletzt aktualisiert: Samstag, 28.08.2010, 18:55 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
„Speziell für viele Migrantinnen und Migranten, die noch eine beträchtliche Zeit in der Türkei verbracht haben, wird dies sicher ein schönes Gefühl und ein multikulturelles Erlebnis. Trotzdem hat es mich nicht überrascht, dass selbst viele MigrantInnen für den HSV sind. Das zeigt, wie weit wir in der Integration schon sind“, meint Mehmet Yildiz, migrationspolitischer Sprecher der Linksfraktion. Schließlich gehe es um ein Fußballspiel, dass man nicht überbewerten darf.
„Wir haben gesehen, wie die Menschen der Hansestadt im Halbfinale der Europameisterschaft 2008 gemeinsam gefeiert haben, egal wer nun als Sieger hervorging“, meint Yildiz weiter. Vor allem die Bilder in der Presse und im Fernsehen sowie das Public Viewing am Heiligen Geistfeld haben gezeigt, dass man solche Feste gemeinsam feiern kann. Integration durch Sport hat auch für das Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft einen hohen Stellenwert:
„Migrantinnen und Migranten sind seit Jahrzehnten aktiv. Wenn es um den lokalen Vereinssport geht, sie sind kaum noch wegzudenken. Das fördert die Integration immens und es ist eine Freude, Migrantinnen und Migranten in Vereinen neben deutschen FreundInnen spielen zu sehen – und Gemeinsamkeiten zu entwickeln.“
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