Rheinland-Pfalz
Weniger Einbürgerungen im Jahr 2013
Die Zahl der Einbürgerungen in Rheinland-Pfalz ist im Jahr 2013 um mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Die meisten Eingebürgerten hatten einen türkischen Pass, gemessen an der Bevölkerungszahl ließen sich aber Iraker am häufigsten einbürgern.
Mittwoch, 23.04.2014, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 24.04.2014, 22:58 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Im Jahr 2013 erhielten 5.385 in Rheinland-Pfalz lebende Menschen ausländischer Staatsangehörigkeit einen deutschen Pass. Das waren 308 bzw. 5,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Rund zwei Drittel von den Eingebürgerten lebten mindestens zehn Jahre und knapp ein Viertel mindestens 20 Jahre in Deutschland. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei annähernd 16 Jahren.
Die mit Abstand meisten der im Jahr 2013 Eingebürgerten verfügten zuvor über die türkische Staatsangehörigkeit (1.293). Es folgten Polen (338), Ukrainer (241) und Kosovaren (214). Gemessen an der Zahl der 2013 im Ausländerzentralregister verzeichneten Personen mit Wohnort in Rheinland-Pfalz erhielten überproportional viele Iraker (6,0 Prozent), Marokkaner (5,3 Prozent), Ukrainer (4,7 Prozent) sowie Kasachen (4,2 Prozent) einen deutschen Pass.
Nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz haben insbesondere Personen, die mindestens acht Jahre in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte, gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen wie beispielsweise Sprachkenntnisse oder Sicherung des Lebensunterhalts. (hs)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Frust im Oval Office Trumps Migrationspolitik trifft auf die Realität
- Pakistan Die Uhr tickt für die afghanischen Flüchtlinge
- Voraussetzung nicht erfüllt Verfassungsgericht verwirft AfD-Antrag zu Stiftungsgeld
- Falsche Prioritäten TÜV für muslimische Moscheegemeinden
- Studie widerlegt Behauptung Bürgergeld hält Migranten nicht von Arbeitsaufnahme ab
- Problem: Rechtsextremismus Deutlich weniger Menschen ziehen nach Thüringen