Von Bremen nach Berlin
Extremsportler läuft für Flüchtlinge
Mit einem Lauf von Bremen nach Berlin will Extremsportler Emin da Silva auf minderjährige Flüchtlinge aufmerksam machen. Empfangen wird da Silva in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck.
Montag, 01.09.2014, 8:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 02.09.2014, 17:36 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Mit einem Spendenlauf von Bremen nach Berlin will der Extremsportler Emin da Silva auf die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aufmerksam machen. Der 41-jährige Tischler und Fitnesstrainer startete am Sonntag auf dem Bremer Marktplatz und soll am 5. September von Bundespräsident Joachim Gauck im Berliner Schloss Bellevue empfangen werden.
„Ich kenne die schwierige Situation der Jugendlichen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind“, sagte da Silva am Donnerstag dem epd. Er arbeitet als Jugendbetreuer in einem Bremer Wohnheim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Er wurde 1973 in einem kleinen Dorf in der Türkei geboren und floh 1991 vor dem Militärdienst nach Deutschland.
„Als ich mit 18 Jahren als Asylbewerber nach Deutschland kam, durfte ich nicht arbeiten, nicht studieren, keine Ausbildung machen“, erinnerte sich da Silva. Er sei lange von Abschiebung bedroht gewesen und kenne die Angst und Perspektivlosigkeit der Flüchtlinge. „In dieser schweren Zeit haben mir das Laufen und der Sport Halt gegeben.“ (epd/mig)
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