KMK-Präsidentin
Schulen gehen nicht optimal um mit Zugewanderten
Die Leistung von Schülern an deutschen Schulen nimmt ab. Als Grund nennt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz eine zunehmend heterogene Schülerschaft und den nicht optimalen Umgang von Schulen mit zugewanderten Schülern.
Montag, 06.11.2017, 6:20 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 07.11.2017, 17:12 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Susanne Eisenmann, beklagt ein sinkendes Niveau an deutschen Schulen in den Fächern Deutsch und Mathematik. „Der Trend geht nach unten“, sagte die CDU-Politikerin, die Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg ist, dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Als Grund für die negativen Entwicklungen nannte sie eine zunehmend heterogene Schülerschaft.
„Die Schulen gehen damit nicht optimal um – mit Zugewanderten, mit Förderschülern oder mit Kindern aus schwierigen Verhältnissen“, sagte Eisenmann. Im kürzlich veröffentlichten Leistungsvergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen hatten Viertklässler den Angaben zufolge schlechter abgeschnitten als fünf Jahre zuvor.
Zudem kritisierte Eisenmann, dass in einigen Städten zu viele Kinder nach der Grundschule aufs Gymnasium wechselten. In Freiburg, Heidelberg oder Tübingen seien es rund 60 Prozent. „Nicht alle Kinder sind fürs Gymnasium geeignet“, sagte die Ministerin. Es sei falsch zu sagen, „nur mit Abitur geht’s weiter im Leben.“ (epd/mig)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Frust im Oval Office Trumps Migrationspolitik trifft auf die Realität
- Pakistan Die Uhr tickt für die afghanischen Flüchtlinge
- Voraussetzung nicht erfüllt Verfassungsgericht verwirft AfD-Antrag zu Stiftungsgeld
- Falsche Prioritäten TÜV für muslimische Moscheegemeinden
- Studie widerlegt Behauptung Bürgergeld hält Migranten nicht von Arbeitsaufnahme ab
- Problem: Rechtsextremismus Deutlich weniger Menschen ziehen nach Thüringen