Wohnungsmarkt angespannt
Mieterbund fordert bezahlbaren Wohnraum für Geflüchtete
Der Deutsche Mieterbund fordert mehr bezahlbaren Wohnraum. Der Wohnungsmarkt sei bereits vor der Flucht aus der Ukraine angespannt gewesen. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, mehr zu tun.
Donnerstag, 28.04.2022, 21:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 28.04.2022, 14:30 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Der Deutsche Mieterbund fordert angesichts des Zuzugs von Geflüchteten aus der Ukraine von der Bundesregierung verstärkte Anstrengungen bei der Beschaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die ohnehin angespannten Wohnungsmärkte benötigten dringend Entlastung, sagte Verbandssprecherin Jutta Hartmann dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“. Dafür müsse unter anderem der Anstieg der Mieten effektiv eingedämmt werden. Die Mietpreisbremse müsse verschärft und Mietwucher verhindert werden.
„Solche mietrechtlichen Lösungen könnten schnell umgesetzt werden und hängen allein vom politischen Willen ab“, sagte Hartmann. Der bisher vorhandene Wohnraum müsse bezahlbar bleiben, und bezahlbare Wohnungen müssten neu entstehen.
Die Bundesregierung will jedes Jahr 400.000 neue Wohnungen bauen. Zuletzt waren offiziell fast 370.000 Geflüchtete aus der Ukraine registriert. Die tatsächliche Zahl dürfte nach Einschätzung von Experten noch höher liegen, weil viele Geflüchtete bisher nicht registriert sind. Eine genaue Prognose, wie viele Geflüchtete dauerhaft in Deutschland bleiben werden, lasse sich derzeit nicht stellen, sagte Hartmann. (epd/mig)
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