Kultusministerkonferenz
Mehr Schulunterricht über Sinti und Roma
An deutschen Schulen sollen Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma stärker vermittelt werden. Darauf einigten sich Kultusminister und Vertreter der Minderheit. Dabei gehe es um mehr als um Ausgrenzung und Verfolgung.
Mittwoch, 14.12.2022, 19:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 15.12.2022, 6:01 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Kultusministerkonferenz dringt gemeinsam mit Organisationen von Sinti und Roma auf eine stärkere Vermittlung von Geschichte und Gegenwart der Minderheit an deutschen Schulen. Gemeinsam mit dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und dem Bündnis für Solidarität mit den Sinti und Roma Europas verabschiedete die Kultusministerkonferenz (KMK) eine entsprechende Erklärung. Danach soll in besonderer Weise im Unterricht und in der Lehrerbildung für das Thema Antiziganismus sensibilisiert werden, erklärte die KMK in Berlin.
Zugänge gibt es demnach etwa in Fächern der historisch-politischen Bildung sowie im Religions- und Ethikunterricht, aber auch in sprachlichen, literarischen und künstlerischen Fächern. Das Wissen über Sinti und Roma solle im Kontext deutscher und europäischer Geschichte und Kultur vermittelt werden, sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und schleswig-holsteinische Bildungsministerin, Karin Prien (CDU).
Die Geschichte der Sinti und Roma sei nicht ausschließlich eine der Ausgrenzung und der Verfolgung. Deshalb sei es wichtig, auf deren kulturelle Beiträge einzugehen, fügte Prien hinzu. So sei wenig bekannt, dass Sinti und Roma seit Jahrhunderten integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft sind, sagte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose. Sie hätten wesentliche Beiträge zur europäischen Kulturgeschichte geleistet. (epd/mig)
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