Volksverhetzung
Feuerwehr skandiert rechtsradikale Parolen über Lautsprecher
Die Feuerwehr muss über jeden Zweifel erhaben sein, in der Not allen Menschen gleichermaßen zu helfen. Was aber, wenn über die Lautsprecher eines Feuerwehrfahrzeugs rechtsradikale Parolen ertönen? Das ist in Leonberg passiert. Die Polizei ermittelt.
Dienstag, 18.07.2023, 18:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 18.07.2023, 13:16 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Über den Lautsprecher eines Feuerwehrfahrzeugs sollen Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Leonberg rechtsradikale Parolen verbreitet haben. Die fünf Männer im Alter von 23 bis 36 Jahren waren in der Nacht zum Samstag in Leonberg unterwegs, als mehrere Anwohner die Rufe aus dem Wagen hörten und den Vorfall meldeten, wie die Polizei mitteilte.
Bei dem 25-jährigen Fahrer wurden demnach anschließend 0,8 Promille festgestellt. Ob die weiteren Insassen auch betrunken waren, war noch unklar. Gegen die Verdächtigen wird nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Die fünf Männer seien vom Dienst suspendiert worden.
Martin Georg Cohn (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leonberg, äußerte sich bestürzt über den Vorfall. „Im Namen der Stadt Leonberg, aber auch persönlich, distanziere ich mich in aller Deutlichkeit von dieser rechtsradikalen Tat. Gleichberechtigung, Respekt und Achtung für alle Menschen sind Werte, die unsere Gesellschaft insbesondere und auch gerade in der aktuell schwierigen Zeit benötigt. Mit diesem Vorfall wurden diese Werte mit Füßen getreten“, hieß es einer Mitteilung.
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Frust im Oval Office Trumps Migrationspolitik trifft auf die Realität
- Pakistan Die Uhr tickt für die afghanischen Flüchtlinge
- Voraussetzung nicht erfüllt Verfassungsgericht verwirft AfD-Antrag zu Stiftungsgeld
- Falsche Prioritäten TÜV für muslimische Moscheegemeinden
- Studie widerlegt Behauptung Bürgergeld hält Migranten nicht von Arbeitsaufnahme ab
- Problem: Rechtsextremismus Deutlich weniger Menschen ziehen nach Thüringen