Sprunghafter Anstieg
Immer mehr Rechtsextremisten haben legal Waffen
Rechtsextremisten, die legal eine Waffe besitzen dürfen, ist in Deutschland sprunghaft angestiegen. Das teilt die Bundesregierung mit. Die Linkspartei warnt vor einer "steigenden Bedrohung".
Mittwoch, 03.02.2021, 5:23 Uhr|zuletzt aktualisiert: Dienstag, 02.02.2021, 17:20 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Die Zahl der den Behörden bekannten Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Bis Ende Dezember 2020 hatten Sicherheitsbehörden bundesweit rund 1.200 tatsächliche oder mutmaßliche Rechtsextremisten mit Waffenerlaubnis registriert. Das entspricht einem Anstieg von knapp 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilt die Bundesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion mit.
„Der Anstieg belegt die steigende Bedrohung, die von Neonazis und Rassisten ausgeht“, erklärte Martina Renner (Die Linke) und fuhr fort: „Erwartungsgemäß hat sich die Einbindung des Geheimdienstes nicht als wirkungsvolle Maßnahme gegen die Bewaffnung der rechten Szene erwiesen.“
Die Sicherheitsbehörden führen den Anstieg darauf zurück, dass diese seit einer Änderung des Waffenrechts vom Februar 2020 genauer prüfen, ob die Person die notwendige „Zuverlässigkeit und persönliche Eignung“ besitzt. Unverändert blieb hingegen die Zahl der sogenannten Reichsbürger mit Waffenbesitz. (epd/mig)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Frust im Oval Office Trumps Migrationspolitik trifft auf die Realität
- Falsche Prioritäten TÜV für muslimische Moscheegemeinden
- Voraussetzung nicht erfüllt Verfassungsgericht verwirft AfD-Antrag zu Stiftungsgeld
- Offener Brief Bündnis kritisiert Polizeiliche Kriminalstatistik:…
- Studie widerlegt Behauptung Bürgergeld hält Migranten nicht von Arbeitsaufnahme ab
- Problem: Rechtsextremismus Deutlich weniger Menschen ziehen nach Thüringen