Weltgesundheitsorganisation
Nur 0,5 Prozent der Corona-Impfungen in den ärmsten Ländern
Von den bisher verteilten zwei Milliarden Corona-Impfdosen wurden bisher nur 0,5 Prozent in ärmste Länder geliefert. Den Großteil der Impfdosen haben sich laut Weltgesundheitsorganisation USA, China und Indien gesichert.
Montag, 07.06.2021, 5:21 Uhr|zuletzt aktualisiert: Sonntag, 06.06.2021, 11:22 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Im Kampf gegen Covid-19 haben die Länder laut der Weltgesundheitsorganisation rund zwei Milliarden Impfdosen an ihre Einwohner verteilt. Doch nur 0,5 Prozent davon seien den Menschen in den ärmsten Staaten zugutegekommen, erklärte der Berater der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Bruce Aylward, am Freitag in Genf. In diesen ärmsten Staaten, viele davon in Afrika, lebten rund zehn Prozent der Weltbevölkerung, schätzungsweise rund 7,9 Milliarde Menschen.
Rund 75 Prozent der Vakzine seien in nur zehn Länder gegangen. Den Großteil hätten sich China, die USA und Indien gesichert, betonte Aylward. Zudem hielt er fest, dass dem internationalen Hilfsprogramm gegen Covid-19, Act Accelerator, noch immer 16 Milliarden US-Dollar (13,2 Milliarden Euro) fehlten. Aylward, der das Act-Programm leitet, rief die Staaten auf, die Finanzlücke zu schließen.
Act Accelerator soll Impfstoffe, Heilmittel, Diagnostika, Beatmungsgeräte und andere Güter für den Kampf gegen Covid-19 erwerben und an die Länder verteilen. Besonders arme Staaten können von dem Programm profitieren. (epd/mig)
Wir informieren täglich über das Wichtigste zu Migration, Integration und Rassismus. Dafür wurde MiGAZIN mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Unterstüzte diese Arbeit und verpasse nichts mehr: Werde jetzt Mitglied.
MiGGLIED WERDEN- Frust im Oval Office Trumps Migrationspolitik trifft auf die Realität
- Falsche Prioritäten TÜV für muslimische Moscheegemeinden
- Voraussetzung nicht erfüllt Verfassungsgericht verwirft AfD-Antrag zu Stiftungsgeld
- Offener Brief Bündnis kritisiert Polizeiliche Kriminalstatistik:…
- Studie widerlegt Behauptung Bürgergeld hält Migranten nicht von Arbeitsaufnahme ab
- Problem: Rechtsextremismus Deutlich weniger Menschen ziehen nach Thüringen