Bürgerschaftswahl in Bremen
Höchster Anteil an Wahlberechtigten mit Migrationsgeschichte
Am Sonntag sind 463.000 Wahlberechtigte aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen. Knapp 18 Prozent der Wähler haben eine Migrationsgeschichte - der höchste Anteil im Bundesdurchschnitt. Doch auch die Zahl der Menschen ohne Wahlrecht sind in Bremen hoch.
Donnerstag, 11.05.2023, 15:00 Uhr|zuletzt aktualisiert: Montag, 20.11.2023, 11:23 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Bremen hat mit 17,8 Prozent im Ländervergleich den höchsten Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte unter den Wahlberechtigten. Der Durchschnitt bundesweit liegt bei 11,5 Prozent, wie das Sozialressort am Mittwoch mitteilte. Unter Migrationsgeschichte versteht man, dass mindestens ein Elternteil oder die Person selbst nicht in Deutschland geboren ist. Am Sonntag (14. Mai) sind rund 463.000 Wahlberechtigte im Land Bremen aufgerufen, eine neue Bürgerschaft zu wählen.
„Die Daten unterstreichen, welchen hohen Stellenwert die Themen Migration und gesellschaftliche Teilhabe für unser Bundesland und die hier lebenden Menschen haben“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Die Politik müsse zukünftig viel stärker auf diese demografische Zusammensetzung zugeschnitten werden.
Auch beim Anteil von Zugewanderten an der Gesamtbevölkerung liegt Bremen mit 37,2 Prozent vorne. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 25,3 Prozent. Die Zahlen wurden im sogenannten „Integrationsmonitor“ von den Ländern erhoben, sie stammen aus dem Jahr 2021. Die Zuwanderung von mehr als einer Million Menschen aus der Ukraine ist darin noch nicht enthalten (dpa/mig)
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