Volkszählung 2011
Bundesrat fordert Erfassung von religiöser Identität
Mit einem neuen Gesetzentwurf fordert der Bundesrat die Erfassung von Religionszugehörigkeit bei der geplanten Volkszählung 2011.
Samstag, 21.02.2009, 23:36 Uhr|zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 12.08.2010, 6:13 Uhr Lesedauer: 1 Minuten |
Übereinstimmend mit den CDU-regierten Bundesländern fordert nun auch der Bundesrat die Erfassung der Religiosität bei der kommenden Volkszählung im Jahr 2011. Bis zuletzt hatte jedoch das Bundesinnenministerium mitgeteilt, dass bei einer Volkszählung die Religionszugehörigkeit nicht erfasst werde – gemäß den Richtlinien der EU.
CDU-Politiker stützen sich bei ihrer Forderung vor allem darauf, dass die Erfassung von Religion insbesondere bei der Integrationspolitik von effizienter Bedeutung ist. Es sei beispielsweise hilfreich, zu wissen, ob Menschen der Religion Islam angehörten, um so „Gesellschafts- und Bildungsproblemen“ auf den Grund zu gehen.
Der NRW-Integrationsminister Laschet geht einen Schritt weiter und meinte: „Wir sollten 2011 sogar soweit sein, um muslimische Bürger danach zu unterteilen, ob sie Sunniten, Schiiten oder Aleviten sind- so wie wir auch Christen nach Protestaten und Katholiken einteilen.“
Vor allem die Integrationspolitik des Bundesinnenministeriums – genannt ist unter anderem die vom Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einberufene Islamkonferenz – mache die Erfassung der Religionszugehörigkeit unverzichtbar, so Laschet weiter.
In Deutschland wurde zuletzt 1987 gezählt. An den Kosten der Volkszählung im Jahr 2011 werden sich neben dem Bund auch die Länder beteiligen. Erfasst werden dabei 17 verschiedene Merkmale wie Staatszugehörigkeit, Geschlecht, Registerort, Beruf und Familienzustand. Politik
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