MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Das Dilemma hinter einem möglichen Merz-Abgang

Brandmauerlogik

Das Dilemma hinter einem möglichen Merz-Abgang

Friedrich Merz hat die Migrationspolitik deutlich verschärft und mit seiner Rhetorik viele Migranten gegen sich aufgebracht. Ausgerechnet sein möglicher Abgang wirft für Minderheiten dennoch eine unbequeme Frage auf: Was kommt danach? Von

Friedrich, Merz, Bundeskanzler, CDU, Politiker, Washington, USA, White House
Joachim Glaubitz, MiGAZIN, Menschenrechte, Flucht, Migration, Asyl, Rechtsextremismus

Wahlalarm

Ich weiß nicht, was noch gesagt werden soll

Seit Jahren wird über Positionen und Strategien der AfD diskutiert: Faktencheck, Radikalisierung, Warnung – und die AfD gewinnt dennoch massiv hinzu. Die Wahlergebnisse zeigen die Grenzen dieser Debatte. Von

Sven Bensmann, Migazin, Kolumne, Bensmann, Sven

Nebenan

Die Ideen des Merz

Berlin zeigt, dass Wahlen auch mit Sachthemen gewonnen werden können. Meck-Pomm zeigt das Gegenteil. So kreist die Debatte weiter um Migration und AfD – und verdrängt die wichtigen Fragen. Von

Mira E. Hazzaa, Osnabrück, Universität, Migration, Rassismus, Migranten, Migrationsforschung

Der umworbene Muslim

Vom Sicherheitsproblem zum Wahlbürger – und zurück

Vor der Berliner Wahl werden Muslime als Wählerschaft entdeckt - interessante Zielgruppe, jenseits von Integrations- und Sicherheitsdebatten. Nach der Wahl droht die Rückkehr unter Generalverdacht. Von

Messer, Blut, Spurensicherung, Polizei, Gewalt, Straftat, Messergewalt, Messerangriff

Zweierlei Gewalt

Generalverdacht, Einzelfallkunde und Assoziationskette

Der Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung reicht von Terrorabwehr bis zu härteren Strafen für gefährliche Messerangriffe. Über politische Reaktionen und gesellschaftliche Bilder – und was die Forschung dazu sagt. Von

Ali Mete, Islam, Muslime, Islamfeindlichkeit, Religion, Religionsfreiheit

Grenzverschiebung

„Remigration“ ist nicht nur eine deutsche Debatte

„Remigration“, Abschiebeoffensive, Rüstungsgüter: Die politische Drohkulisse wird größer. Eine Tatsache ändert sich dadurch nicht: Millionen Muslime leben hier, gehören hierher und gestalten Deutschlands Zukunft mit. Von

Dawood Erfan, Afghanistan, Menschenrechte, Flucht, Flüchtling, Iran, Politikwissenschaften

Bewusster Paria

Zwischen Terror und Generalverdacht

Zwanzig Jahre lang standen Demokratie, Freiheit und Menschenrechte im Zentrum der westlichen Afghanistan-Politik. Heute erleben Geflüchtete das Ende dieses Versprechens nun aus der Ferne – verbunden mit Flucht, Verlust und Ernüchterung. Von

50.000 pro Monat

Weniger Schlagzeilen, mehr ICE-Festnahmen

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Die Trump-Regierung wollte nach öffentlichen Protesten die „Temperatur senken“. Spektakuläre ICE-Razzien sind seitdem weniger sichtbar geworden, die Zahl der Festnahmen steigt trotzdem – auf 50.000 pro Monat. Widerstand existiert, kann die Entwicklung aber kaum bremsen. Von

„Wisch, wisch, klick“

Schulleiter: Migration erklärt die Bildungskrise nicht

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Deutschlands Pisa-Ergebnisse spiegeln sich auch im Schulalltag wider: Lehrkräfte beobachten sinkende Aufmerksamkeit – wischen, klicken, KI fragen. Ein Schulleiter warnt davor, die Probleme auf Migration zu schieben – und sieht andere Ursachen im Vordergrund. Von und

Willkommenskultur am Limit

Bürokratie und Gegenwind setzen Flüchtlingshilfe unter Druck

Ukrainer, Ukraine, Flüchtlinge, Geflüchtete, Krieg, Flucht, Aufnahme, Versorgung

2015 meldeten sich vielerorts Dutzende Menschen, um Geflüchtete zu unterstützen. Heute sitzen in manchen Asylkreisen nur noch wenige am Tisch. Geblieben sind komplizierte Fälle, Behördenprobleme und die Frage, wie lange die Verbliebenen noch durchhalten. Von

Wuppertal

Ermittler sehen Antisemitismus hinter Feuer an Synagoge

Synagoge, Wuppertal, Gebäude, Juden, Religion, Antisemitismus

Nach einem versuchten Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge verdichten sich die Hinweise auf ein antisemitisches Tatmotiv. Ein 37-Jähriger Afghane wurde kurz nach der Tat festgenommen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Vertreter der Gemeinde fordern lückenlose Aufklärung und Konsequenzen. Von

Zitat der Woche

„Das [Migranten] sind Menschen. Und wir müssen sie wie menschliche Wesen behandeln, auf menschliche Weise – und nicht schlechter als Haustiere, andere Tiere et cetera.“

Papst Leo XIV., 23.04.2026, epd – zum Ende seiner Afrika-Reise auf dem Rückflug nach Rom

Neue Regeln

Deutlich mehr Asylanträge im beschleunigten Verfahren

Stempel, Behörde, Amt, Deutschland, Verwaltung, Akte, Bescheid

Seit Mitte Juni wurden in Deutschland mehr beschleunigte als reguläre Asylverfahren eingeleitet. Wer abgelehnt wird und dagegen klagt, kann schon abgeschoben werden, bevor das Gericht entschieden hat. Die Linke befürchtet falsche Entscheidungen. Pro Asyl kritisiert, die Bundesregierung setze die EU-Vorgaben weitreichend um. Von

Ostdeutschland

AfD löst bei Migranten Sorgen um Sicherheit und Bleiben aus

Angst, Fahne, Demonstration, Menschen, Panik

Menschen mit Migrationserfahrung fürchten sich nach den Wahlergebnissen für die AfD um ihre Sicherheit – Hotspots sind Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Besonders problematisch sind Wohnsitzauflagen für Geflüchtete. Eine Mehrheit der befragten Wahlberechtigten kann diese Sorgen nachvollziehen.

COMiG
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Wüst dankt „Gastarbeitern“

65 Jahre Arbeit, Familie, Leben – und Vorurteile

Hendrik Wüst, NRW, Nordrhein-Westfalen, Ministerpräsident, Gastarbeiter, Anwerbeabkommen, Rede, Bühne

Sie arbeiteten unter Tage, in Fabriken und an Förderbändern und schufen Wohlstand mit. Anerkennung erhielten viele lange kaum. 65 Jahre nach dem Anwerbeabkommen erinnert Nordrhein-Westfalen an ihre Lebensleistung – und an fortbestehende Ausgrenzung.

„Rassenlehre“ im NRW-Landtag

Pisa-Debatte: AfD empört mit Aussagen zu Herkunft und IQ

Parlament, Landtag, Politik, Politiker, NRW, Nordrhein-Westfalen, Plenum

AfD-Politiker machen Einwanderung aus „Niedrig-IQ-Regionen“ für Schulprobleme verantwortlich und fordern separate Klassen sowie Abschiebungen. Grüne Abgeordnete kritisieren seine Äußerungen und sprechen von „Rassenlehre in reinster Form“. CDU, SPD, FDP und Schulministerin Feller gehen darauf nicht ein. Von

AfD-Hochburg zwischen Alltagsfrust und Erinnerungskultur

Peenemünde

AfD-Hochburg zwischen Alltagsfrust und Erinnerungskultur

Peenemünde wählt am Sonntag Landtag und Bürgermeister. Der kleine Ort kämpft mit fehlenden Arbeitsplätzen und Abwanderung. Gleichzeitig warnen Experten vor möglichen Folgen politischer Veränderungen. Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die AfD hier 53 Prozent. Von , und

Deutschland verbucht Milliarden für Ausgaben im Inland als Entwicklungshilfe

„AidWatch“-Bericht

Deutschland verbucht Milliarden für Ausgaben im Inland als Entwicklungshilfe

Die öffentlichen Entwicklungsleistungen Europas sind 2025 deutlich zurückgegangen. Concord kritisiert, dass ein erheblicher Teil der als Entwicklungshilfe gemeldeten Ausgaben Europa gar nicht verlässt. Aucht Deutschlands Zahlen seien künstlich aufgebläht.

Berlin rückt nach links, AfD legt weiter zu

Doppelwahl

Berlin rückt nach links, AfD legt weiter zu

Elif Eralp könnte nach dem Wahlerfolg der Linken an die Spitze der Hauptstadt rücken. Gleichzeitig wächst die AfD in Berlin deutlich und wird in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 37 Prozent stärkste Kraft. Von und

Höcke: „Wohltemperierte Grausamkeit“ bei „Remigration“

„Finaler Schuss“

Höcke: „Wohltemperierte Grausamkeit“ bei „Remigration“

Kaum ist die Aufregung über Siegmunds Äußerung zu Rüstungsgütern für eine „Abschiebeoffensive“ abgeklungen, legt Thüringens AfD-Chef Höcke nach: Für die Umsetzung der „Remigrations“-Pläne fordert er mehr Durchgriffsrechte für die Polizei – und spricht von „wohltemperierter Grausamkeit“.

Bundesweite Proteste: Zehntausende fordern AfD-Verbot

Gegenwehr

Bundesweite Proteste: Zehntausende fordern AfD-Verbot

Von Hamburg bis München demonstrierten Zehntausende gegen Rechtsextremismus und die AfD. Damit rückt auch ein mögliches Verbotsverfahren wieder in den Mittelpunkt – unterstützt unter anderem vom Institut für Menschenrechte.

Zivilgesellschaft ruft den „Ernstfall“ aus

Proteste gegen AfD

Zivilgesellschaft ruft den „Ernstfall“ aus

Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt löst bundesweite Mobilisierung aus. Zehntausende sollen am Wochenende demonstrieren. Aktivisten sprechen vom „Ernstfall“ und fordern eine entschlossene Antwort der demokratischen Parteien und der Zivilgesellschaft. Von

Eine Bilanz nach 25 Jahren: Krieg gegen den Terror

Bumerang

Eine Bilanz nach 25 Jahren: Krieg gegen den Terror

Die Anschläge vom 11. September 2001 lösten Kriege, neue Sicherheitsgesetze und geopolitische Umbrüche aus. Ein Vierteljahrhundert, rund 940.000 Tote und acht Billionen Dollar später sind Al-Kaida-nahe Gruppen, der IS und die Taliban keineswegs aus der Welt verschwunden. Von

25 Jahre nach 9/11: USA erinnern an Opfer und Folgen

Nachwirkungen

25 Jahre nach 9/11: USA erinnern an Opfer und Folgen

Die Erinnerung an 9/11 ist unvollständig, wenn sie bei Heldentum und Zusammenhalt endet. Auf die Anschläge folgten Kriege, Gewalt und Argwohn gegen Muslime – und ein Sicherheitsapparat, der heute auch Trumps Abschiebepolitik trägt. Von

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Arbeitsmarkt-Studie

Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau

Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Bildungsmigration

Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle

Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Erste Briefe nach dem Holocaust erzählen vom Überleben

Zeitdokumente

Erste Briefe nach dem Holocaust erzählen vom Überleben

Eine neue Sammlung von Yad Vashem versammelt frühe Briefe jüdischer Überlebender nach 1945. Sie erzählen von Befreiung, Trauer, familiärem Verlust, seelischer Leere und der schwierigen Frage, ob und wo ein neues Leben beginnen konnte. Von

Frankfurt: Multiversum hinter der Skyline

Postmigrantische Weltstadt

Frankfurt: Multiversum hinter der Skyline

Zwischen Bankentürmen, Museen, Kliniken und Parks verdichten sich am Fluss die unterschiedlichen Lebenswelten Frankfurts. Das Ufer erzählt von Migration und Stadtgeschichte ebenso wie von sozialer Ungleichheit, Kultur und globaler Wirtschaft. Von