MiGAZIN - Das Fachmagazin über Migration, Flucht und Rassismus

Bericht zeigt Kälte
Welche Dramen sich bei Abschiebungen abspielen
28 Familientrennungen, auseinandergerissene Geschwister: Ein neuer Bericht über Abschiebungen am Flughafen BER schildert erschütternde Einzelschicksale. Kinder werden überfordert, Menschen ohne Gepäck und mit Betäubung abgeschoben – und selbst nach einem Abbruch ist das Leid nicht zu Ende.

Barrierefreiheit
Warum Bildsymbole keine digitale Teilhabe schaffen
Ein Briefumschlag, ein Haus oder drei Striche: Digitale Symbole sollen die Bedienung erleichtern. Doch ihre Bedeutung ist nicht immer eindeutig. Besonders bei Behördenangeboten brauchen Zugewanderte verständliche Erklärungen und klare Rückmeldungen.

Studie zeigt Missstände
Pflegereform – nicht „für die Polin“
Die Bundesregierung verhandelt über die Zukunft der Pflege. Dabei bleibt eine wichtige Gruppe unbeachtet: Hunderttausende Frauen aus Mittel- und Osteuropa, die Pflegebedürftige in deutschen Haushalten betreuen. Eine neue Studie zeigt gravierende Missstände. Gegenüber MiGAZIN erklären die Autoren, warum ihre Ausbeutung Teil des Systems geworden ist.

U-Turn vom Rotstift
Bund will Demokratieprojekte gegen AfD absichern
Die Bundesregierung sucht nach Wegen, Demokratieprojekte in Sachsen-Anhalt vor einer möglichen AfD-Regierung abzusichern. Dabei hat sie selbst einen Sparkurs eingeleitet. Zivilgesellschaftliche Organisationen warnen seit Monaten vor den Folgen.

Sachsen-Monitor
Jeder Zweite möchte Sonderrechte für „echte Deutsche“
Fast jeder Zweite in Sachsen befürwortet Sonderrechte für Deutsche. Eine Mehrheit hält Deutschland für „überfremdet“ – nicht aber das eigene Wohnumfeld. Vorbehalte gegenüber Muslimen, Sinti und Roma sowie antisemitische Einstellungen sind weit verbreitet.

Studie über Mikroaggressionen
„Fast deutsch“ – wenn Integration nicht genügt
Pünktlich, zuverlässig, leistungsfähig: Zugewanderte bemühen sich mitunter besonders, deutschen Erwartungen zu entsprechen. Dennoch wird ihre Zugehörigkeit infrage gestellt. Eine Untersuchung zeigt, warum Integration nicht allein eine Aufgabe der Zugewanderten ist.

Indigene, Latinos, Muslime
Trump abgestraft – Minderheiten schreiben Geschichte
Hohe Lebenshaltungskosten, Abschieberazzien und die Sorge um demokratische Rechte haben die Kongresswahl in den USA geprägt. Besonders Latinos, Schwarze und junge Wähler kehrten Trumps Republikanern den Rücken. Zugleich schreiben mehrere Wahlsieger Geschichte – darunter der erste Muslim im US-Senat.

Der britische Sklavenhandel
Entschuldigung vielleicht. Reparationen? Auf keinen Fall.
Großbritannien zeigt sich offen für eine historische Entschuldigung für den Sklavenhandel. Doch finanzielle Wiedergutmachung lehnt Premierminister Burnham kategorisch ab. Bei seinem Besuch in der Karibik bekommt auch König Charles III. den Unmut darüber zu spüren. Von Jan Mies und Andrea Sosa Cabrios

Arbeitsmarkt-Studie
Vergeudete Potenziale: Zugewanderte arbeiten unter Niveau
Trotz Fachkräftemangels arbeiten viele Zugewanderte unterhalb ihrer Qualifikation. Laut einer Bertelsmann-Studie verdienen ausländische Beschäftigte im Schnitt 19,6 Prozent weniger – auch wegen Sprachhürden, Bürokratie und Diskriminierung. Von Katrin Nordwald

Bildungsmigration
Forscher: Auszubildende aus dem Ausland landen oft in Schuldenfalle
Deutschland will für Fachkräfte, Studierende und Auszubildende aus Drittstaaten attraktiver werden. Der SVR sieht jedoch Risiken: Vereinfachte Zugänge könnten zweckwidrig genutzt werden und junge Menschen in prekäre Lebenslagen bringen.

Kinostart
Schonungslos: „Block 10“ zeigt das Grauen der NS-Medizin
Der neue Film von Marcus O. Rosenmüller schildert die medizinischen Experimente an jüdischen Frauen im Konzentrationslager Auschwitz. Christian Berkel und Axel Prahl verkörpern historische Personen. Die Inszenierung verzichtet auf beschönigende Bilder – im Gegenteil.

Geschichten von Unterdrückung
Fotograf hinterfragt koloniale Schönheitsideale
- Lange galten traditionelle afrikanische Frisuren unter britischer Kolonialherrschaft als unerwünscht. Der kenianische Künstler Mutua Matheka greift historische Vorbilder auf und verwandelt ältere Menschen aus Kibera in selbstbewusste Figuren einer erdachten Zukunft. Von Birte Mensing











