Der Islamwissenschaftler Uçar erwartet nach dem Berliner CSD-Anschlag keine schnelle Abkehr von der verbreiteten Ablehnung homosexueller Menschen. Es helfe jedoch nicht, Muslime gesellschaftlich unter Druck zu setzen. Das führe zu „Selbstabschottung“. Von Urs Mundt
Nach dem tödlichen Angriff in Berlin rufen muslimische Organisationen zu Besonnenheit auf. Sie verurteilen die Tat und mahnen, Muslime nicht pauschal verantwortlich zu machen.
Die AfD Mecklenburg-Vorpommern stellt Migration in ihrem Programmentwurf zur Landtagswahl 2026 als Bedrohung für „Heimat“ und „Identität“ dar. Teilhabe wird dabei zur Frage von Herkunft, Nutzen und Anpassung. Von Sedat Dursun
Der Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker hält „Islamismus“ und „politischen Islam“ für unpräzise Schlagwörter. Sie dienten oft dazu, Muslime pauschal zu verdächtigen, statt konkrete Strömungen und Gefahren sauber zu unterscheiden. Von Claudia Mende
Ein Schweinekopf auf dem Halbmond, Tierabwehrspray im Gebetsraum: Zwei Vorfälle in Memmingen und Berlin stellen eine unbequeme Frage in den Raum: Wie sicher sind Muslime in Deutschland, wenn selbst ihre Gebetsräume zu Orten der Einschüchterung werden?
Keine Moscheen, kein Gebetsruf, keine Sichtbarkeit – die AfD in Sachsen-Anhalt plant, islamische Religionsausübung deutlich einzuschränken. Der Erlanger Islamforscher Mathias Rohe sieht darin einen Angriff auf die Religionsfreiheit und mahnt Solidarität mit Muslimen an. Von Franziska Hein
Wenn christliche Theologie ohne Kirchenbindung aufgebaut würde, wäre der Aufschrei groß. Beim Islam gilt dieselbe Konstruktion als Fortschritt: In Münster entsteht die erste Islamisch-Theologische Fakultät Deutschlands. Von Birol Kocaman
Aus einer Debatte über Gewalt gegen Frauen wurde bei Friedrich Merz erneut eine Debatte über Herkunft. Was seine Rhetorik über das Verhältnis des Staates zu seinen muslimischen Mitbürgern verrät. Von Mustafa Yeneroğlu
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt zum Ramadan muslimisches Leben als selbstverständlichen Teil Deutschlands. Seine Botschaft ist mehr als ein Gruß: Der Ramadan-Fest gehört zum religiösen Leben in Deutschland.
Ramadan ist weit mehr als Verzicht: Zwischen Datteln, Baklava und Einladungen zeigt sich, wie Glaube, Gemeinschaft und gelebte Nächstenliebe zusammenwirken. Eine Zeit, in der nicht nur gefastet, sondern geteilt, gespendet und Nähe neu erlebt wird. Von Ole Rockrohr