Ihre Arbeit soll unseren Wohlstand sichern. Doch ihre Anwesenheit stößt auf Ablehnung. Sachsen-Anhalt muss sich diesem Widerspruch stellen. Von Esther Malhotra
Innenminister Achim Schwickert kündigt einen Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik an. Internationale Fachkräfte und ihre Familien sollen besser unterstützt werden. Migrantenorganisationen warnen allerdings davor, andere Zugewanderte bei der Förderung zu benachteiligen.
Ausländische Auszubildende werden für den deutschen Arbeitsmarkt immer wichtiger. Ihre Zahl hat sich seit 2004 mehr als verdreifacht. Eine neue Studie zeigt: Auch die Fluchtmigration hat dazu beigetragen, den Ausbildungsmarkt zu stabilisieren. Dabei bleiben viele Potenziale ungenutzt.
Mit dem Brexit wollte Großbritannien die Einwanderung stärker kontrollieren. Er veränderte Migration aber anders als erwartet. Zehn Jahre nach dem Referendum stellt Premierminister Burnham nun eine zentrale Brexit-Entscheidung zur Diskussion.
Vor 65 Jahren begann die Anwerbung türkischer Arbeitskräfte. Die türkischen Gastarbeiter haben Deutschland bereichert, sagt der Kanzler. Doch die offene Gesellschaft könne auch überfordert werden. Bei der Feier zum Anwerbeabkommen treffen historische Anerkennung und gegenwärtige migrationspolitische Warnungen aufeinander. Von Corinna Buschow
Bevölkerungsschwund und Alterung verschärfen den Personalmangel in Japan. Trotzdem erhöht die Regierung die Anforderungen für einen dauerhaften Aufenthaltsstatus. Besonders die Einkommensregeln und die drastisch gestiegene Antragsgebühr sorgen für Kritik.
Ein deutscher Pass schafft einen rechtlichen Status. Doch wer als deutsch wahrgenommen wird, entscheidet sich oft im Alltag. Dort zeigt sich, wie brüchig das Versprechen gleicher Zugehörigkeit ist. Von Lea Gajić
Die USA haben die Aufnahme von Geflüchteten stark eingeschränkt. Für 2027 sollen dennoch bis zu 17.500 Menschen aufgenommen werden – überwiegend weiße Afrikaaner aus Südafrika. Als Grund nennt Washington Diskriminierung der weißen Minderheit.
Das IInstitut der deutschen Wirtschaft warnt vor spürbaren Folgen, falls Ostdeutschland keine Arbeitskräfte aus Drittstaaten gewinnt: Waren könnten liegen bleiben, Patienten unbehandelt und Restaurants geschlossen bleiben. Zugleich fordert das Institut mehr Weltoffenheit und weniger Diskriminierung. Von Michael Bosse
Deutschlands Schüler erreichen bei Pisa historische Tiefstwerte. Ursächlich sind soziale Ungleichheit und ein Schulsystem, das Unterschiede kaum auffängt - und daran scheitert, Vielfalt in Bildungserfolg zu verwandeln.