Deutsches Wachstum blüht auf fremden Gräbern. Wo zivile Industrie an Wettbewerbsfähigkeit verliert, wird Waffen-Export zum Rettungsanker — ein Offenbarungseid auf Kosten des Globalen Südens. Von Kiflemariam Gebre Wold
Zwei tödliche ICE-Einsätze in Minneapolis werden zum Warnsignal. Wer glaubt, so etwas sei in Deutschland undenkbar, unterliegt einer gefährlichen Naivität. Von Joachim Glaubitz
Per ICE nach Grönland: Im Innern höhlt der Kaiser von Washington per Parteimiliz den Rechtsstaat aus, nach außen die Landkarte. Beides folgt derselben Logik. Da werden Erinnerungen wach. Von Sven Bensmann
Der Afrika-Cup zeigte, wie Zugehörigkeit entsteht. In der marokkanischen Diaspora verdichtete sich ein transnationales „Wir“ – nicht über Pass, Sprache oder „kulturelle Reinheit“, sondern in Hymnen, Symbolen und geteilten Emotionen. Von Dr. Soraya Moket
Als Schwarze Deutsche aus Sachsen fühlt sich Zugehörigkeit oft wie ein bedingter Vertrag an und nicht wie ein selbstverständliches Zuhause. Ein persönlicher Appell für ein neues „Wir“. Von Deborah Wolf
Das Regime im Iran hält sich mit Gewalt gegen die eigene Bevölkerung. Viele Staaten stellen sich auf die Seite des Volkes – sie floskeln. Die Menschen benötigen aber echte Solidarität – mit Konsequenzen. Von Nasim Ebert-Nabavi
Der Zugriff auf venezolanisches Öl entlarvt die Doppelmoral des Westens: Völkerrecht bindet nur die militärisch Schwachen – und Deutschland bestätigt. Der Globale Süden zieht seine Lehren. Von Kiflemariam Gebre Wold
In der Rentendebatte geht es oft um Beitragssätze und Haushaltslücken. Die Benachteiligung von Migranten sind kaum Thema. Dabei spiegelt das Rentensystem Diskriminierung – und zementiert sie bis ins Alter. Von Dr. Soraya Moket
Die neue Entwicklungshilfe-Strategie der Bundesregierung ist bestenfalls Krisenmanagement unter Budgetdruck. Faktisch dient sie deutschen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen. Geopolitik schlägt Gerechtigkeit. Von Kiflemariam Gebre Wold
Nicht die Lüge ist das Gefährliche, sondern ihr Erfolg – so wie die Bilder aus Minneapolis. Wenn Fakten zu Loyalitätsfragen werden, kippt die Demokratie. Warum Autoritäre nicht überzeugen müssen – und weshalb 2 + 2 = 4 politisch ist. Von Joachim Glaubitz