Politik und Medien sprechen vom Kampf gegen „Schrottimmobilien“, „Sozialbetrug“ und „Ghettobildung“. Doch in der Praxis richtet sich diese Politik vor allem gegen die Ärmsten der Armen. Von Leon Wystrychowski
Knapp neun Monate nach dem Sturz des Assad-Regimes sind knapp über 1.300 Syrer freiwillig in die Heimat zurückgekehrt. Das teilt das Bundesinnenministerium mit. Die Förderung freiwilliger Ausreisen läuft demnach ins Leere.
Straftaten gegen Geflüchtete sind einer vorläufigen Auswertung zufolge gesunken. Aus Sicht der Linke gibt es aber kein Grund zur Entwarnung. Rassistische Anfeindungen gehören weiterhin zum Alltag von Schutzsuchenden.
Während des Bürgerkriegs wurde nicht nach Syrien abgeschoben. Im Juli fand erstmals wieder eine Rückführung statt. Nun hinterfragt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die neue Praxis – und die Lagebewertung für Syrien.
Hessen erteilt Islamunterricht – als Wissensvermittlung, wie man sagt. Etwas Vergleichbares mit dem Christen- oder Judentum gibt es nicht. Die islamische Religionsgemeinschaft Ditib sieht das kritisch und klagte dagegen. Jetzt hat das Gericht entschieden.
Die Türkei folgt Israel, dem Pionier bei medizinischem Cannabis. Die Religionsbehörde Diyanet hat sich noch nicht dazu geäußert. Doch was sagt eigentlich der Koran dazu? Von Adem Türkel
Viele Politiker werden online beleidigt oder angefeindet. Andere Menschen werden wegen ihrer Hautfarbe, der Religion oder Weltanschauung angegriffen. Die Staatsanwaltschaft beobachtet eine Verschärfung der Diskursformen in sozialen Medien.
Der Suizid eines 15-jährigen Schwarzen in der Justizvollzugsanstalt Ottweiler ist Thema einer Ausschuss-Sondersitzung im Saar-Landtag. Es gibt neue Details. Eine zentrale Frage bleibt: Ging dem Selbstmord Rassismus durch JVA-Bedienstete voraus?
Willkommensklassen sollen geflüchtete Kinder beim Deutschlernen unterstützen. Wie eine Studie jetzt zeigt, ist das Gegenteil der Fall. Sie bremsen den Spracherwerb von Kindern aus. Experte fordert Einschulung ohne Umwege.
Die Thüringer Landesregierung besetzt die Stelle des Antiziganismus-Beauftragten nicht neu. Kritiker sprechen von einem „fatalen Signal“ – und warnen vor einem Rückschritt im Kampf gegen tief verwurzelte Diskriminierung.