Seit Wochen wird über den "Ansturm" der Flüchtlingskinder auf deutsche Schulen berichtet. Glaubt man den Lehrergewerkschaften, so steht das deutsche Schulsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Der Grund: es gibt angeblich keine gut ausgebildeten Lehrer für das Fach "Deutsch als Fremdsprache". Aber stimmt das eigentlich? Von Georg Niedermüller
Ob Marokko, die Türkei, Griechenland, Eritrea oder Deutschland: Durch ein neues Bundesprogramm mit dem Namen "Sprach-Kitas" sollen Kinder aus der ganzen Welt gemeinsam Deutsch lernen. Die sprachliche Bildung soll dabei in den Kita-Ablauf integriert werden. Von Nora Frerichmann
Jeder vierte Syrer, der nach Deutschland geflüchtet ist, hat eine Hochschule besucht. Bei Menschen aus anderen Herkunftsländern liegt diese Quote bei 13 Prozent. Das sind Ergebnisse einer BAMF-Umfrage.
2014 hatten 30 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund Abitur oder Fachhochschulreife. Der entsprechende Anteil bei Personen ohne Migrationshintergrund betrug 28,5 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltbildungstages mit.
Der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein möchte die Schulpflicht für Flüchtlingskinder aufheben, um die Kommunen zu entlasten. Kritik kam von den Grünen und der CDU. Ausgerechnet der Lehrerverband untertstütz den SPD-Politiker.
In Nordrhein-Westfalen gibt es über 900 Bekenntnisgrundschulen. Obwohl diese Schulen mit Steuergeldern finanziert werden, können Sie Schüler mit einer anderen Religion die Aufnahme verweigern. Es liegt an den Eltern, das zu ändern. Wie das geht, erklärt Max Ehlers. Von Max Ehlers
In Deutschland sind Kirche und Staat getrennt. In Nordrhein-Westfalen steht dieser Grundsatz nur auf dem Papier. Dort können Grundschulkinder von staatlichen Grundschulen ausgeschlossen werden - wenn sie "einer falschen Religion" angehören. Von Max Ehlers Von Max Ehlers
Über die Hälfte der Asylbewerber in Deutschland ist unter 25 Jahren. Jungen Flüchtlingen sollte daher Ausbildung ermöglicht werden, fordert der Sachverständigenrat für Integration und Migration. Nur so könnten Teilhabechancen eröffnet werden.
Jeder neunte Studierende in Deutschland stammt inzwischen aus dem Ausland. Das zeigt die Anziehungskraft deutscher Hochschulen. In Deutschland angekommen, stoßen viele Studierende aber auf Probleme. Nur jeder Zweite fühlt sich gut integriert.
In einem Modelversuch möchte Saarland ab dem kommenden Schuljahr islamischen Religionsunterricht an vier oder fünf Grundschulen einführen. Weil ausgebildete Lehrkräfte fehlen, soll für Lehrer muslimischen Glaubens der Quereinstieg möglich sein.