Während sich die Hungersituation südlich der Sahara verschlechtert, wird internationale Ernährungshilfe massiv zusammengestrichen. Zwischen 2022 und 2025 sank ihre Finanzierung um 59 Prozent. Hilfsorganisationen warnen davor, damit neue Katastrophen zu riskieren.
Während Tausende vor dem Krieg im Jemen fliehen, versuchen andere, über dasselbe Land nach Saudi-Arabien zu gelangen. Sie hoffen auf Arbeit und ein besseres Leben. Für mindestens 139 Menschen endete die gefährliche Reise nun mit dem Tod auf See. Die Katastrophe wirft ein Schlaglicht auf eine Migrationsroute, auf der Gewalt, Ausbeutung und Tod zum Alltag gehören.
Deutschland hat seine Hilfen für Klimaschutz und Klimaanpassung im Globalen Süden gekürzt. Am selben Tag warnt Außenminister Wadephul vor neuen Migrationsbewegungen infolge des Klimawandels. Hilfsorganisationen werfen der Bundesregierung Wortbruch vor.
Die PISA-Werte sinken, benachteiligte Jugendliche verlieren weiter an Boden. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Erkenntnisquelle zu wenig genutzt: das Klassenzimmer. Es ist Zeit für einen Kurswechsel. Von Lavdije Zidi
AGRA wollte den Hunger in seinen afrikanischen Partnerländern halbieren und die Landwirtschaft produktiver machen. Rund 20 Jahre später sieht eine zivilgesellschaftliche Studie diese Ziele weitgehend verfehlt. Die Zahl der Unterernährten stieg deutlich.
Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban ist Afghanistan sicherer vor Krieg und Anschlägen. Gleichzeitig verschärfen sich Hunger, Armut und die Einschränkungen für Frauen. Internationale Hilfsprogramme sind massiv unterfinanziert. Von Mathis Richtmann
In Kenias Norden kämpfen Bauern und Hirtengemeinschaften gegen Dürre, Bodendegradation und Hunger. Neue Bewässerungstechniken und Wiederbegrünung können helfen, doch viele Resilienzprogramme scheitern am fehlenden Geld. Von Eva Krafczyk
Deutschland profitierte 1953 selbst von einem großzügigen Schuldenerlass. Heute gehört die Bundesrepublik zu den Staaten, die ein verbindliches UN-Verfahren für faire Staatenentschuldung ausbremsen. Von Kiflemariam Gebre Wold
Vor 100 Jahren begann in Berlin der Plattenbau. Einst begehrt, stehen Großsiedlungen heute für günstige Mieten, Armut und soziale Konflikte. Die Geschichte des Plattenbaus zeigt soziale Brüche und Vorurteile. Von Mia Bucher
Eine Legalisierung in Deutschland würde das grenzüberschreitende Geschäft von Leihmutterschaften nach Einschätzung von nicht beenden. Expertin Amina Nolte ist überzeugt: Günstigere Preise und weitergehende Angebote locken Kinderwunsch-Eltern weiterhin in schwächer regulierte Länder. Von Franziska Hein