Nach 2015 kamen jährlich rund 133.000 hoch qualifizierte Menschen nach Deutschland, vor 2015 waren es 73.000. Die Studie sieht Einwanderung als wichtige Option gegen den demografisch bedingten Fachkräftemangel.
Ende 2025 lebten rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland, 110.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Nettozuwanderung sank deutlich und konnte das wachsende Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen. Von Susanne Rochholz
Rund jeder vierte Mensch in Bayern ist selbst eingewandert oder Kind zweier eingewanderter Eltern. Beschäftigung ist der häufigste Grund für Zuwanderung – weit vor Familienzusammenführung, Flucht und Vertreibung.
Der somalische Schiedsrichter Omar Artan sollte bei der Fußball-WM pfeifen, wurde in Miami aber abgewiesen. Kritiker sehen darin ein Warnsignal: Trumps Einreiseregeln treffen vor allem Länder Afrikas und des Globalen Südens.
Deutschlands Wanderungsbilanz fällt 2025 deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Die Nettozuwanderung sank um 45 Prozent, auch weil weniger Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Ukraine und EU-Staaten kamen.
Australiens Parteiensystem gerät unter Druck, weil One Nation mit Anti-Einwanderungs-Parolen erstmals die Umfragespitze erreicht. Pauline Hansons Partei macht Zuwanderer für Wohnraummangel, Arbeitslosigkeit und Engpässe im Gesundheitssystem verantwortlich.
Nach Jahren hoher Brexit-Zuwanderung meldet Großbritannien den niedrigsten Einwanderungsüberschuss seit 2012. Premier Starmer reklamiert den Rückgang als Erfolg, politische Entlastung bringt ihm das aber nicht. Die Rechtspopulisten führen die Umfragen an.
Sachsen-Anhalt altert, Betriebe suchen Personal, Krankenhäuser brauchen Pflegekräfte. Ministerpräsident Sven Schulze wirbt deshalb für Arbeitsmigration – und kritisiert AfD-Vorschläge als untauglich für die akuten Probleme des Landes.
Wer aus Thüringen weggeht, den zieht es vor allem nach Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Sachsen. Bisher wurde der Verlust durch Zuzug auch aus dem Ausland ausgeglichen. Das ändert sich.
Armut, Krieg und Inflation sind laut einer Ipsos-Umfrage die größten Sorgen der Menschen in Deutschland. Auch die Kontrolle von Einwanderung und ein Anstieg von Extremismus beschäftigen die Befragten stärker als im internationalen Durchschnitt.