Rassismus, Gaza, Raubkunst
Berlinale 2024: Politisch bis zum Schluss
25.02.2024
Die Berlinale begann politisch und endete politisch – auch künstlerisch: Ausgezeichnet wurde eine Doku über Raubkunst mit dem Goldenen Bären - also mit dem wichtigsten Preis. Auch der Gaza-Krieg war bis zum Schluss präsent. Von Peter Claus und Sabrina Szameitat
Aus allen Kontinenten
17.000 menschliche Überreste aus Kolonialzeit in deutschen Museen
10.01.2024
Von ihren Raubzügen brachten deutsche Kolonialherren nicht nur Kunst, sondern auch menschliche Überreste mit. Eine Umfrage zeigt nun, in welch großem Ausmaß sich bis heute Gebeine in deutschen Museen befinden - und wie viel noch zu erforschen ist.
Nachfahren fordern Aufklärung
Kolonial-Verbrechen der Deutschen in Kamerun
07.11.2023
Mehr als zwei Jahrzehnte war Kamerun eine deutsche Kolonie. Widerstand gegen die Fremdherrschaft wurde brutal bestraft. Bei der Aufarbeitung der Verbrechen hinkt Deutschland hinterher, kritisieren Historiker und Nachfahren. Von Birte Mensing
Deutsch-Ostafrika
Steinmeier in Tansania auf den Spuren deutscher Kolonialverbrechen
01.11.2023
In Deutsch-Ostafrika verfolgten die Kolonialtruppen bei der Niederschlagung des Maji-Maji-Aufstands eine Politik der verbrannten Erde. Auch in Songea im Südwesten Tansanias, wo Bundespräsident Steinmeier auf die kolonialen Schatten trifft. Von Silvia Vogt
„A bas la France!“
Frankreichs Afrikapolitik fällt in sich zusammen
06.09.2023
Frankreich hat Afrika lange als seinen Hinterhof betrachtet. Nach mehreren Militärcoups in ehemaligen Kolonien und einer Vielzahl antifranzösischer Demonstrationen ist klar: Die Akzeptanz post-kolonialer Strukturen ist vorbei. Von Bettina Rühl
Australien
Indigene kritisieren symbolische Geste bei Frauen-Fußball-WM
08.08.2023
Die indigenen Völker stehen bei der Fußball-WM der Fußballerinnen in Australien und Neuseeland besonders im Fokus. Doch einige Maßnahmen wurden auch stark kritisiert. Von Michelle Ostwald und Thomas Wolfer
Gericht
Berliner Mohrenstraße kann umbenannt werden
06.07.2023
Ob der Name „Mohrenstraße“ rassistisch ist oder nicht, bleibt weiter offen. Die strittige Umbenennung der Straße im Zentrum Berlins ist nach der Gesetzeslage aber kein Verstoß gegen Rechte der Anwohner. Die Macht über Straßennamen haben vor allem Behörden, so das Gericht. Von Andreas Rabenstein
Sklaverei endete vor 150 Jahren
Niederlande ringen mit schwerem Erbe der Kolonialzeit
02.07.2023
Das Goldene Zeitalter der holländischen Kolonialmacht hat eine dunkle Seite: die Sklaverei. Lange wurde darüber geschwiegen. Das passte nicht zum positiven Image. Nun steht das Land vor der schmerzhaften Wende. Von Annette Birschel
Fachtagung
Expertin: Spuren der Kolonialzeit vielschichtig aufarbeiten
15.06.2023
Die Aufarbeitung der Kolonialzeit darf sich nach Experteneinschätzung nicht auf Bestände in Museen beschränken. Auch darüber hinaus gebe es viele offene Wunden – so etwa beim Eisenberger „Mohrenfest“ oder bei Straßenbenennungen. Darüber wird auf einer Fachtagung diskutiert.
Langer Weg der Aufarbeitung
Australiens ständige Erinnerung an Kolonialverbrechen umbenannt
13.06.2023
Viele Ortsnamen in Australien sind eine ständige Erinnerung an die grausame Kolonialzeit - und die kulturelle Enteignung der Aborigines. So war es auch bei Fraser Island. Die weltgrößte Sandinsel heißt nun wieder offiziell K'gari. Aber der Weg zur Versöhnung ist noch lang. Von Carola Frentzen