„Wahrlügen“
Staatsanwalt will im KZ-Prozess fünf Jahre Haft für Josef S.
17.05.2022
Die Forderung des Staatsanwalts im Prozess gegen einen früheren Wachmann des KZ Sachsenhausen überschreitet das Mindesthaftmaß von drei Jahren: Die Anklage erkennt als erschwerende Merkmale Heimtücke und Grausamkeit an.
Widerstandsgruppe Baum
Anschlag auf NS-Propagandaschau vor 80 Jahren
17.05.2022
Eine Gruppe um den Berliner Juden und Kommunisten Herbert Baum verübte 1942 einen Anschlag auf die NS-Propagandaschau „Das Sowjetparadies“. Etliche Widerständler wurden hingerichtet. In der Bundesrepublik fielen sie aus dem kollektiven Gedächtnis. Von Dirk Baas
Akten der Wiedergutmachung
Mit Künstlicher Intelligenz gegen das Vergessen
08.05.2022
Wenn die letzten Zeitzeugen der NS-Zeit sterben, werden Archivdokumente zur wichtigsten Quelle, um ihre Schicksale zu erforschen. In einem Großprojekt sollen nun Millionen Papiere eingescannt, erschlossen und digital zugänglich gemacht werden.
Sich selbst kennen!
Es gibt keine Alternative zum Gedenken an Auschwitz
05.05.2022
Wie sähe ein 8. Mai aus, der von Flüchtlingen in Deutschland gestaltet wäre? Was würde uns das zeigen? Vielleicht, dass wir hier gar nicht mehr wissen, wie eine Befreiung sich anfühlt? Und was ist mit den Kapitulierenden? Von Alpay Yalçın
1.200 Todeskandidaten begleitet
„Man war nur an einer Stelle sicher: im Gefängnis.“
28.04.2022
Er versteckte Juden, arbeitete im Widerstand und schmuggelte Briefe der Inhaftierten heraus: Harald Poelchau war während der NS-Diktatur Gefängnispfarrer in Berlin. Rund 1.200 Menschen stand er in ihren letzten Stunden zur Seite. Von Christian Feldmann
„Hitler-Verehrer aus dem Kreml“
KZ-Überlebende spricht von „Genozid an den Ukrainern“
19.04.2022
Anastasia Gulej hat die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen überlebt. Als Kriegsflüchtling aus der Ukraine lebt die 96-Jährige jetzt in Deutschland, dort, wo sie in jungen Jahren verfolgt wurde. Von Lothar Veit
KZ-Überlebende Weinberg
„Da war ich 99 Prozent ein Toter“
13.04.2022
Er zählt zu den Jahrhundertzeugen: Mit 97 Jahren berichtet Albrecht Weinberg aus Leer noch immer Jugendlichen von der Verfolgung seiner Familie, der Ermordung der Eltern und seiner Zeit im Konzentrationslager. Von Karen Miether und Wolfgang Stelljes
Vom Neuanfang und Übergang
Ausstellung über Juden in Europa nach dem Holocaust
30.03.2022
1945 ist die jüdische Kultur in Europa weitgehend zerstört. Für viele Juden bedeutet das Ende des Zweiten Weltkrieges die Fortsetzung von Flucht und Migration. Sie gehen dabei sehr unterschiedliche Wege.
13 Millionen Menschen
Wieder entdecktes Tagebuch gibt Einblick in NS-Zwangsarbeit
03.03.2022
In seinem Tagebuch schildert ein junger holländischer Zwangsarbeiter seinen Alltag in München während der NS-Zeit. Das Zeitdokument aus dem Jahr 1945 ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Erinnerungsort „Zwangsarbeiterlager Neuaubing“. Von Imke Plesch
Erinnerungskultur
Historikerin Wierling: „Können uns nicht an Zeitzeugen klammern“
15.02.2022
Das Erinnern an den Holocaust verbinden viele Menschen weltweit mit denen, die die NS-Vernichtungsmaschinerie überlebt haben. Doch diese Menschen sterben nun in hohem Alter, wie etwa zuletzt die Frankfurter Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn oder der Rabbiner Henry Brandt. Was das mit der Erinnerungskultur macht, analysiert die Berliner Historikerin und Expertin für Oral History, Dorothee Wierling, im Gespräch. Von Franziska Hein